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windays – Ihr Fenster zur Branche

Hauptsponsoren 2019

        

Die nächsten windays finden am 28. und 29. März 2019 statt.

Die Veranstaltung windays ist die bedeutendste Fachtagung der Fenster- und Fassadenbranche in der Schweiz. Unser Ziel ist es, den wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch zu fördern, einen umfassenden Einblick in den Markt zu geben und eine Plattform für Diskussionen rund um das Thema Fenster und Fassade zu schaffen. Die Durchführung erfolgt in Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung in die jeweils andere Sprache.

 

Themenschwerpunkte 

  • Markt - Trends - Perspektiven
  • Das Fenster neu gedacht
  • Rationalisierung und Digitalisierung im Fenster- und Fassadenbau
  • Experten diskutieren Chancen und Risiken der Digitalisierung für die Fenster-  und Fassadenbranche
  • GlasPlus
  • Aus der Praxis für die Praxis

 

Veranstaltungsort

Kongresshaus Biel
Zentralstrasse 60
CH-2501 Biel
Karte 

Sprache

Die Veranstaltung wird in Deutsch und Französisch durchgeführt. Alle Referate werden simultan ins Deutsche oder Französische übersetzt.

Kosten

CHF 680.–
CHF 590.– für Mitglieder eines Partners
CHF 150.– für Studierende (Kopie Studentenausweis bei Anmeldung mitsenden)
CHF 450.– ein Veranstaltungstag
Preise inkl. Catering und digitalen Tagungsunterlagen
(exkl. CHF 50.– Abendveranstaltung am Donnerstag, 28. März 2019)

Auskunft
Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau
Biel, Sekretariat Weiterbildung
Tel.: +41 32 344 03 30
E-Mail: windays(at)bfh.ch 

Träger 2019

Messepartner 2019

 

Partner 2019

Donnerstag 28. März 2019

8.30     Begrüssungskaffee

9.00     Begrüssung
            René Graf, Direktor des Departements Architektur, Holz und Bau,
            Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne und Burgdorf

9.10     Grussbotschaft der Stadt Biel/Bienne
            Erich Fehr, Stadtpräsident von Biel/Bienne

Markt – Trends – Perspektiven

Moderation: Gerald Feigenbutz, Geschäftsführer, RAL-Gütegemeinschaft Kunststoff-Fensterprofilsysteme e.V., Bonn (DE)

9.20      Energiestrategie 2050 und ihre Bedeutung für die Fenster- und
             Fassadenbranche

             Roger Nordmann,
             Nationalrat, Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie, Lausanne

9.50      Es hat noch Platz! Eine schweizweite Abschätzung der Nutzungsreserven
             Karin Hollenstein, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am
             Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung, ETH Zürich, Zürich

10.20    Aktuelle Trends und Entwicklungen im Schweizer Bau-, Fenster- und
             Fassadenmarkt

             Birgit Neubauer-Letsch,
             Leiterin Kompetenzbereich Management und Marktforschung,
             Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

10.50    Kaffeepause innerhalb der Fachausstellung

Das Fenster neu gedacht

Moderation: Andreas Müller, Leiter Institut für Holzbau, Tragwerke und Architektur, Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

11.20    Innovative Konstruktionen – dank Vakuumglas
             Peter Schober,
             Abteilungsleiter Bautechnik und Fachbereichsleiter Fenster,
             Holzforschung Austria, Wien (AT)

11.50    Einfach automatisiert – eine neue Verschlusstechnik für Fenster
             Christoph Rellstab,
             Leiter Höhere Fachschule Holz, Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

12.15   Smarte Fenster – auch in der Fertigung
            Urs Uehlinger, Leiter Kompetenzbereich Fenster, Türen und Fassaden,
            Höhere Fachschule Holz,
            Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

12.40   Stehlunch innerhalb der Fachausstellung

Rationalisierung und Digitalisierung im Fenster- und Fassadenbau

Moderation: Rolf Baumann, Leiter Institut für digitale Bau- und Holzwirtschaft, Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

14.00    Die digitale Zukunft
             Rolf Baumann,
             Leiter Institut für digitale Bau- und Holzwirtschaft,
             Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

14.15    Zukunft Fenstermontage – weg von der Baustelle!
             Roman Hausammann,
             Stv. Leiter Kompetenzbereich Holzbau, Bauen im Bestand und Denkmalpflege, 
             Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

14.45    Rationalisierungspotenziale in der Baubranche – der modulare Hausbau 
             Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Wildemann,
             Geschäftsführer, 
             TCW Transfer- Centrum GmbH & Co. KG für Produktions-Logistik und 
             Technologie-Management, München (DE)

15.30    Kaffeepause in der Fachausstellung

16.00  Experten diskutieren Chancen und Risiken der Digitalisierung für die Fenster- und Fassadenbranche

Moderation: Patrik Ettlin, Bereichsleiter Marketing & Kommunikation, Verlagsleiter SchreinerZeitung, Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten VSSM, Zürich

  • Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Wildemann, Geschäftsführer TCW Transfer- Centrum GmbH & Co. KG für Produktions-Logistik und Technologie-Management, München (DE)
  • Markus Stebler, Präsident, Schweizerische Zentrale Fenster und Fassaden SZFF, Olten
  • Rolf Baumann, Leiter Institut für digitale Bau- und Holzwirtschaft, Berner Fachhoch- schule BFH, Biel/Bienne
  • Max Renggli, CEO und Verwaltungsratspräsident, Renggli AG, Sursee/Schötz
  • Adrian Schlumpf, Mitglied der Geschäftsleitung, swisswindows AG, Mörschwil

16.50     Apéro innerhalb der Fachausstellung

17.30    Generalversammlung FFF

19.00    Branchenabend umrahmt von Schlangenfrau Nina Burri



Freitag 29. März 2019

ab 8.00      Begrüssungskaffee

GlasPlus

Moderation: Dr. Cornelius Oesterlee, Leiter Studiengang Bachelor Holztechnik, Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

8.30      Glas – die Füllkomponente auf dem Weg zur Intelligenz
             Thomas Stöckli,
             Dozent, Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

8.50      Optivitrage – ein neues Tool für die Energie-, Komfort- und
             Dimensionsoptimierung beim Fenster

             Flavio Foradini, Geschäftsführer, E4tech Software SA, Lausanne

9.10      Glas – Trends und Ausblick
             Markus Läubli,
             Institutsleiter, Schweizerisches Institut für Glas am Bau (SIGAB), Schlieren

9.30      Numerische Simulation als Entwicklungswerkzeug für Bauelemente:
             Anwendung zur Schalldämmung

             Dr. Antonin Tribaleau,
             Ingenieur, Bois HD – Groupe Ecole Supérieure du Bois,
             Nantes (FR)

9.45      Numerische Simulation als Entwicklungswerkzeug für Bauelemente:
             Thermomechanisches Verhalten

             Dr. Sebastian Fuentes, Ingenieur, Bois HD – Groupe Ecole Supérieure du Bois,
             Nantes (FR)

10.00    Das einbruchsichere Daheim als Gesamtkonzept – die Rolle der Fenster
             Markus Stauffer, Geschäftsstellenleiter, Sicheres Wohnen Schweiz (SWS), Olten

10.15    Kaffeepause innerhalb der Fachausstellung

Aus der Praxis für die Praxis

Moderation: Dr. Reto Frei, Leiter Fachbereich Holz, Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

10.45    Einbruchhemmende Fenster- und Fassaden – Was deckt die
             Leistungserklärung eigentlich ab?

             Stephan Hofer,
             Stv. Leiter Kompetenzbereich Fenster, Türen und Fassaden,
             Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

11.15     Wie sicher sind unsere Fenster – ein statischer Rundumschlag!
              Peter Schober,
              Abteilungsleiter Bautechnik und Fachbereichsleiter Fenster,
              Holzforschung Austria, Wien (AT)
              und
              Christoph Rellstab,
              Leiter Höhere Fachschule Holz,
              Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne im Co-Referat

11.45    Fensterbau heute – Herausforderungen und Perspektiven
             Bruno Wöcke, Projektleiter, Fensterinform GmbH, Siegershausen 

12.15    Vertrags- und Schadensfragen - ein Baujurist erzählt aus dem Nähkästchen
             Manuel C. Frick, Fürsprecher, LL.M., SwissLegal Frick Anwälte, Bern

12.45    Abschluss
             Christoph Rellstab, Leiter Höhere Fachschule Holz,
             Berner Fachhochschule BFH, Biel/Bienne

13.00    Stehlunch innerhalb der Fachausstellung

13.30    Optionale Besichtigung Prüflabor Fenster, Türen und Fassaden
             BFH Architektur, Holz und Bau an der Solothurnstrasse 102 in Biel/Bienne

 

Veranstaltungshinweise und Medienmitteilungen

Nachbericht zu den windays 2017

Medienpartner 2019

 







   


 

 

Kontakt
Berner Fachhochschule
Architektur, Holz und Bau
Simone Dietrich
Solothurnstrasse 102
CH-2504 Biel
Tel. +41 32 344 17 28
Fax +41 32 344 03 91
E-Mail simone.dietrich(at)bfh.ch

Rekordteilnehmerzahlen an den windays 2017


Am 23. und 24. März trafen sich über 350 Teilnehmende zur grössten und wichtigsten Schweizer Veranstaltung der Fenster- und Fassadenbranche in Biel. An der zweisprachigen Tagung, die dieses Jahr zum achten Mal durchgeführt wurde, diskutierten Fachleute aus Praxis und Wissenschaft über die Zukunft der Branche und den Produktionsstandort Schweiz. Organisiert wurden die windays von der Berner Fachhochschule (BFH). Die Rekordteilnehmerzahl unterstreicht erneut die Wichtigkeit der windays als etablierten Treffpunkt der Fenster- und Fassadenbauer.

Automatisierung, Building Information Modeling BIM, Kooperationen und neue Technologien: Die Zukunft der Fenster- und Fassadenbranche stand im Zentrum der diesjährigen windays. Wie es René Graf, Direktor des Departements Architektur, Holz und Bau der BFH in seiner Begrüssung mit Verweis auf ein Zitat von Albert Einstein formulierte: « Die Zukunft interessiert mich mehr als die Vergangenheit, weil in dieser Zukunft plane ich zu leben.» Wie diese am besten anzugehen sei, war auch Hauptthema an der hochkarätig besetzen Podiumsdiskussion zum Thema «Hochpreisland Schweiz – Visionen und Strategien der Fenster- und Fassadenbranche», einem Highlight zum Abschluss des ersten Tages. In den letzten Jahren hat sich die BFH zu einem Kompetenzzentrum für die Branche entwickelt. Sei dies mit der Erhebung von Marktdaten oder der Forschung und Entwicklung an neuen Technologien und Materialen in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie. Mit gebündelter, internationaler Branchenkompetenz durch die zwei Tage führten Gerald Feigenbutz, Geschäftsführer der RAL-Gütegemeinschaft Kunststoff-Fensterprofilsysteme e.V. in Bonn, Karin Hauer von der Holzforschung Austria Wien, Ulrich Siebenrath von der ift Rosenheim und Christoph Rellstab, Leiter der Höheren Fachschule Holz der BFH in Biel.

Innovativ, regional und digitalisiert in die Zukunft
Dem langen Schatten der Aufhebung der Eurountergrenze vor rund zwei Jahren zum Trotz entwickelte sich die Branche weiterhin dynamisch. Hans Ruedi Schweizer, Präsident der Ernst Schweizer AG führte dazu während der Podiumsdiskussion aus: «Wir haben gemerkt, dass wir das, was wir schon aufgebaut haben, einfach noch viel konsequenter machen müssen: Mit unserem nachhaltigen Konzept nach vorne schauen, innovative Lösungen anbieten. Und eine digitalisierte Auftragsabwicklung sowie automatisierte Produktion sind zwingend, um wettbewerbsfähig zu bleiben.» Auch das Thema Swissness wurde am Podium angesprochen. Alle Teilnehmer betrachteten es als Chance, weiterhin in der Schweiz zu produzieren. Patrick Zwyssig, Mitinhaber und Geschäftsleiter S+B Baumanagement: «Ich stelle fest, dass in den letzten fünf Jahren eher wieder mehr Schweizer Produkte gewünscht werden von den Kunden. Das hat insbesondere auch mit der Qualität im Unterhalt zu tun.» Bei der Frage nach dem Fenster der Zukunft waren sich die Teilnehmenden nur teilweise einig. Während Patrick Zwyssig darauf hinwies, dass in Zukunft noch mehr Anforderungen im Element Fenster vereint werden sollen, hielt Samuel Lüscher fest, dass das Fenster sich nicht grundlegend ändere und auch künftig, gerade im kostengünstigeren Bauen, auch nicht automatisierte Fenster gewünscht werden. Aber aufgrund der immer grösseren Fenster müsse das Glas selber aktiver werden. Auch bezüglich BIM war die Frage umstritten: Wie schnell kommt die durchgängige, digitale Vernetzung wirklich für die Fenster- und Fassadenbranche?

Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten
Diesen Punkt griffen Thomas Rohner, Professor für BIM an der BFH und Prof. Dr. Michael Krödel, Professor für Gebäudetechnik und -automation an der Hochschule Rosenheim zum Abschluss der Tagung in ihren Referaten zur digitalen Vernetzung und Automation wieder auf. Beide hielten fest: Diese Entwicklung ist im Gange, und sie lässt sich nicht aufhalten. Rohner stellte dazu klar: Bei BIM steht der Mensch im Zentrum, nicht der Bauprozess. Mit gewohnt lebhafter Rhetorik lobte er die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung und hielt fest, dass 4.0 eben nicht nur eine digitale Verarbeitung von Daten, sondern eine intelligente Vernetzung der Systeme bedeutet. Krödel sieht eine Entwicklung vom Fenster vom mechanischem zum mechatronischen Element gegeben. Aber jede Automatisation müsse den Bedürfnissen unterschiedlicher Kunden angepasst werden – von der Smartphone bedienenden jüngeren bis zur älteren Generation, die eher eine traditionelle Anzeige wünscht. 

Flexibles Gebäude der Zukunft
Birgit Neubauer-Letsch, Leiterin des Kompetenzbereich Marktforschung und Management der BFH, zeigte aktuelle Trends im Schweizer Bau- und Fenstermarkt auf. Die von der BFH erhobenen Zahlen dienen als Grundlage für strategische Entscheide. Neubauer-Letsch erläuterte den generell positiven Trend, ein gewisser Nachholbedarf ist spürbar, insbesondere im öffentlichen Bereich. Beim Wohnbau ist ein Trend zu grossen Projekten und grossen Bauten zu erkennen, ebenso kann eine Zunahme von Mischbauten konstatiert werden. Umnutzungen von Gebäuden, besonders von Gewerbebauten, in Mischnutzungen mit Wohnraum werden wichtiger, die Zukunft könnte flexiblen Gebäuden gehören. Ebenfalls Bedarf gebe es beim preiswerten Wohnraum. Im Anschluss referierte Marco Ragonesi, Geschäftsleiter der RSP Bauphysik AG, zu neuen Normen und ihren Einfluss auf die Fenster- und Fassadenbranche. Ragonsi erläuterte unter anderem die Praxisuntauglichkeit der Beurteilung der Behaglichkeit infolge von Kaltluftabfall in der Norm SIA 180:2014. Er schlägt vor, die Randbedingungen objektspezifisch zu vereinbaren, etwa betreffend Turbulenzgrad. Für Fenster fordert die SIA 380/1: 2016 weiter für den Einzelbauteilnachweis einen massiv tieferen U-Wert von 1.0 W/m2K. Dies kann nur noch mit 3-fach-Isoliergläsern erreicht werden. Momentan wird die Norm SIA 271 «Abdichtung von Hochbauten» überarbeitet. Hier ist zu erwarten, dass für den Anschluss an der Flachbedachung an Fenstertüren feuchtunempflindliche, nicht verrottbare Materialen gefordert werden.

Fenster ist Ferrari
«Das Fenster ist der Ferrari unter den Bauteilen», so läutete Peter Schober von der Holzforschung Austria sein Referat ein. «Fenstermontage erfordert von allen Beteiligten ein hohes Know-how, die hohen bauphysikalischen Anforderungen bedingen eine exakte Montage und die Bereitschaft zur branchenübergreifenden Zusammenarbeit», so Schober. Aus diesem Grund seien klare Regeln notwendig. In Österreich wurde mit der letzten Überarbeitung der Norm ein Paradigmenwechsel vollzogen. Hauptpunkte der Revision sind eine klare Definition der Leistungen und Verantwortlichkeiten und die Unterscheidung in Standard-Fenstereinbau und objektspezifischen Fenstereinbau. Ausserdem ist ein dampfdiffusionstechnisch dichterer Anschluss an der Rauminnenseite, je nach Rahmenbedingungen, nicht mehr zwingend notwendig. Dieses neue Konzept soll dazu beitragen, die Fehlerquote beim Fenstereinbau zu reduzieren. Wie Schober festhält, beträgt diese auch in der Schweiz gemäss einer Studie der ETH rund 25 Prozent. Mehr Zusammenarbeit, gegenseitige Wertschätzung und immer konkrete Lösungen bringen – Adrian Schlumpf, Mitglied der Geschäftsleitung der swisswindows AG, äusserte sich zu den täglichen Herausforderungen der Montagemitarbeiter. Fenster seien das wahrscheinlich komplexeste Bauteil in einem Hochbauprojekt. Aber: «Wenn ein Fenster schlecht montiert ist, ist es egal, wie gut es produziert wurde», so Schlumpf. Entsprechend wichtig sei die umfassende Schulung von Montagemitarbeitenden, ein kooperatives Verhalten auf der Baustelle und die Begeisterung der Kunden zu wecken, um in diesem Bereich schlussendlich auch mehr Geld verdienen zu können und Schäden zu verhindern. 

Investieren in Personal und IT
Ein ausführlicher Block widmete sich am ersten Tag der windays der Frage, wie sich Fensterbauer fit machen für die Zukunft. Neben den Themen einer Kooperation von Holzbaubetrieben im Wallis und notwendigen Anpassungen bei der Einführung einer höheren Automatisierung, vorgestellt durch Jean-René Roh von der Dénériaz SA in Sion und Antione Vernez von der OERTLE Werkzeuge AG, befasste sich als weiterer Referent Patrick Wissler, Geschäftsführer und Inhaber der Wissler Consulting GmbH, mit den noch brachliegenden Potentialen, um die Produktivität im Fensterbau weiter zu steigern. In einem ersten Schritt zeigte Wissler auf, dass die Investitionen in der Produktion mit Abstand am teuersten sind, obgleich nur 25 Prozent der Wertschöpfung auf diesen Bereich fällt. Er schlägt deshalb vor, auch in andere Bereiche zu investieren – wo das Potential möglicherweise noch grösser ist. Dazu gehören zum Beispiel der Bereich Personal, etwa die Datenverarbeitung und IT, oder die Weiterbildung von Projektleitern im Projektmanagement. Und schliesslich auch die gelebte Fehlerkultur: Werden Fehler gemeldet und behoben, statt unter den Teppich gekehrt, ist viel Geld zu sparen. 

Technologien für das Fenster der Zukunft
Der zweite Tag der windays gehörte vollends der Zukunft – dem Fensterbau von morgen und den Technologien der Zukunft. Ein gut durchdachtes Produktportfolio, eine systemische Entwicklung der Fenstertechnik, eine optimierte, qualitativ hochstehende Montage, Planung und Logistik nach 4.0 – dies einige der Punkte, die Rolf Auer, Projektleiter der fensterinform gmbh, als wichtige Elemente des Fensterbaus von morgen nannte. Urs Uehlinger, Leiter Kompetenzbereich Fenster-, Türen und Fassadentechnik der BFH stellte anschliessend ein KTI-Projekt vor, an dem die BFH zusammen der Firma nolax AG forscht und welches die Vorteile der Klebetechnik mit der traditionellen Verklotzung verbindet. Ziel des Projekts: Die herkömmlichen Holzbrücken aus Kunststoff oder Hartholz durch einen sehr schnell härtenden 2K-Klebstoff zu ersetzen und dadurch herkömmliche Fenstersysteme leistungsfähiger zu machen, Kosten bei Garantiearbeiten zu reduzieren und das Verklotzen zu automatisieren. Ab 2018 sollen ausgewählte Pilotbetriebe mit Versuchen starten. In einem weiteren Referat wurden von Pierre Oliver Cuche, Geschäftsleiter der Solarwall SA in Bussigny. hochisolierende, transluzente Verglasungen mit Aerogel und ihre Anwendung vorgestellt. Olivia Bouvard vom LESO-PB der EPF Lausanne thematisierte elektrochrome Beschichtungen mit variabler Tönung für Gläser, in Glasoberfläche eingebaute „Mikrospiegel“ für die Optimierung des Tageslichts oder farbiges Solarglas für die architektonische Integration von Photovoltaik und thermischen Sonnenkollektoren. 

windays als wichtigste Plattform der Branche
Bereits im Grusswort von Emmanuel Chassot, Verantwortlicher Technik und Weiterbildung des FRECEM wurde klar: Die Zusammenarbeit mit der BFH ist sehr wichtig für die Branche. Dies betonte auch Josef Knill, Co-Präsident des FFF. Die Weiterentwicklung von Materialen und neue Materialkombinationen, Innovation generell, sei zentral für den Produktionsstandort Schweiz. Er betonte auch, dass die Rekordteilnehmerzahl von über 350 Personen aus der Branche die Wichtigkeit der windays unterstreiche. Auch Aussteller äusserten sich positiv, so Konrad Arnold und Andreas Mosimann von der Sika Schweiz AG: «Die windays bieten eine Plattform zum Austausch und der Präsentation von neuen Produkten. Die Referate gehen in die Tiefe, man erhält ein abgerundetes Bild der nahen Zukunft und damit eine Grundlage für Entscheide, wie man den Markt bearbeiten will. Die BFH kann hier eine Schlüsselrolle einnehmen und ein Innovationstreiber sein, indem sie die verschiedenen Akteure zusammen bringt.»

 

Die nächsten windays finden am 28. und 29. März 2019 in Biel statt. Weitere Informationen unter www.windays.ch


Bilder

 René Graf, Direktor des Departements Architektur, Holz und Bau der Berner Fachhochschule begrüsst zu den windays 2017Erich Fehr, Stadtpräsident von Biel/Bienne begrüsst zu den windays 2017
 Podiumskiskussion an den windays 2017Blick in den vollen Saal im Bieler Kongresshaus
Blick in den vollen Saal im Bieler KongresshausÜber 30 Aussteller präsentierten sich an den windays 2017

 

Weitere Bilder auf Anfrage erhältlich.

Nachbericht
Nachbericht Word

Tagungsband 2017
CHF 40.–
Bestellung im Sekretariat Weiterbildung:
Nadine Aeschlimann, +41 32 344 02 09, nadine.aeschlimann(at)bfh.ch

 

 

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