Kompetenzbereich Bauen im Bestand und Denkmalpflege

Historisch wertvolle Bauwerke betrachten wir unter interdisziplinären Gesichtspunkten. Unsere Haupttätigkeiten sind die Zustandserfassung, -beurteilung und die Ertüchtigung im Kontext denkmalpflegerischer Fragestellungen. Interdisziplinäre, statischkonstruktive, bauphysikalische und kulturhistorische Fragestellungen stehen innerhalb der Themen Bauen im Bestand und Nachhaltiges Bauen im Vordergrund. Im Spannungsfeld der Sanierung und Nachverdichtung vereinen wir Tradition und Innovation.

Wir besitzen ein ausgeprägtes Verständnis für die Beurteilung und Ertüchtigung von bestehenden, historisch wertvollen Gebäuden und entwickeln interdisziplinär neue praxisnahe Lösungen. Die Weiterentwicklung der Methoden der zerstörungsfreien Prüfung für einen besseren Schutz und den Erhalt kulturhistorisch wertvoller Bausubstanz bilden einen wichtigen Schwerpunkt. Forschungstätigkeiten, die auf statische und baukonstruktive Untersuchungen historischer Tragkonstruktionen zielen und zum besseren historischen Verständnis führen, zählen zu unseren Kompetenzen. Wir beurteilen und entwickeln Baukonstruktionen in Bezug auf die Kriterien des Nachhaltigen Bauens weiter. Das Erstellen und Weiterentwickeln von Unterhaltsplänen für Holztragwerke als Hilfsmittel für Eigentümer, das Erstellen von Regeldetails für Holzkonstruktionen zum dauerhaften konstruktiven Holzschutz und die Untersuchung von Erweiterungsmöglichkeiten bestehender Bauten zur Nachverdichtung zeichnen unseren vielfältigen Kompetenzbereich aus.

Ein Grossteil der heutigen Bauaufgaben wird heute im Bestand durchgeführt. Eine Zustandsanalyse verringert die Gefahr von Kostensteigerungen. Sie erfasst die konstruktiven Zusammenhänge des Gebäudes, beurteilt die Tragfähigkeit un Gebrauchstauglichkeit, deckt Schäden an den Konstruktionsteilen auf und bereitet Verstärkungs-, Sanierungs- sowie Überwachungsmassnahmen vor.

  • Holzfeuchte- und Klimaüberwachungstechnik mit Fernübertragung
  • Geräte für Scherprüfung nach EN 392 (akkreditiert durch SAS)
  • Geräte zur Bohrkernentnahme
  • Kalibriertes Bohrwiderstandsmessgerät (Resistograph)
  • Mobiles Röntgenblitzgerät
  • Endoskop
  • Thermografie-Kamera
  • Timber-Grader MTG
  • Ultraschall-Messgeräte
  • Universalprüfmaschine mit Lasten zwischen 2.5 und 250 kN

Nachhaltige Erneuerung historisch wertvoller Bauwerke

In der energetischen Modernisierung des historischen Gebäudebestandes vor 1920) lassen sich heute übliche Dämmsysteme bei Wandaufbauten oft nur unter Verlust historischer Oberflächen und Substanz einsetzen. Um einerseits den Energieverbrauch von Bestandsgebäuden zu senken und andererseits mit historisch schützenswerten Bauwerken sorgsam umzugehen, wurde das Forschungsvorhaben "Nachhaltige Erneuerung historisch wertvoller Bauwerke" initiiert.
Fact Sheet

Projekte der Stiftung zur Förderung der Denkmalpflege
Die Stiftung zur Förderung der Denkmalpflege ist eine gemeinnützige Stiftung. Sie setzt sich zum Ziel, die naturwissenschaftliche und technologisch-konservatorische Lehre, Forschung und Beratung auf dem Gebiet der Denkmalpflege zu unterstützen. Den Fokus legt die Stiftung dabei auf die Förderung von praxisrelevanten, interdisziplinären Modellprojekten. Dies mit dem Ziel, einen breit abgestützten Erfahrungsaustausch, einen nachhaltigen Wissenstransfer in die denkmalpflegerische Praxis sowie gleichsam eine intensivierte Vernetzung durch die Stiftung zu ermöglichen. Das Institut für Holzbau, Tragwerke und Architektur hat mehrere Modellprojekte zusammen mit der Stiftung zur Förderung der Denkmalpflege realisiert.
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Kontakt

Berner Fachhochschule
Architektur, Holz und Bau
Leiter
Kompetenzbereich Bauen im Bestand und Denkmalpflege

Prof. Andreas Müller
Solothurnstrasse 102
Postfach 6096
2500 Biel/Bienne 6
T +41 32 344 03 19
andreas.mueller(at)bfh.ch