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Baumwipfelpfad im Neckertal/SG eröffnet

09.05.2018
Während der Projektierungsphase setzten sich auch Studierende Master Architektur und Bachelor Holztechnik mit diesem einzigartigen Walderlebnisweg im Toggenburg auseinander.


​Im Steinwäldli ob Mogelsberg wird am 10. Mai 2018 der erste Schweizer Baumwipfelpfad eröffnet. Der 500 Meter lange Steg führt vom Waldboden bis zu den Baumkronen. Die Aussichtsplattform erhebt sich 50 Meter über dem Boden, der hangwärts abfällt.

Architekturstudierende entwarfen erste Konzepte
Der Baumwipfelpfad war noch in der Projektierungsphase, als sich im Herbstsemester 2012/13 15 Studierende Master Architektur damit beschäftigten. Sie taten dies im Rahmen des Optionsmoduls „Wood+“. In Gruppen entwarfen sie verschiedene architektonische Konzepte, suchten nach einer Linienführung in der anspruchsvollen Topografie und machten sich Überlegungen zum Konstruktionsprinzip. Die Topografie und die grossen Spannweiten waren besonderes herausfordernd. Die Entwürfe und Überlegungen der Studierenden wurden der damaligen Baukommission präsentiert und finden sich heute im realisierten Bauwerk teilweise wieder.

Dozierende:
Ulrich Baierlipp, Professor für Architektur und Konstruktion
Martin Dietrich, Dozent für Konstruktion
Markus Zimmermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
 
Holztechnikstudent schrieb Thesis zur Konstruktion und Bemessung
In Rahmen seiner Thesis Bachelor Holztechnik, Vertiefung Timber Structrures and Technology, setzte sich Jon Peider Denoth mit der Tragsicherheit dieser aussergewöhnlichen Holzkonstruktion auseinander. Nebst statischen Bemessungssituationen sollten auch dynamische Situationen mit gehenden Personen berücksichtigt werden. Im Weiteren musste ein Anschluss entwickelt werden, um den Hauptträger des Baumwipfelpfades über die ganze Länge biege- und torsionssteif zu verbinden.
 
Im Kurzbeschrieb lesen Sie genauere Informationen zur Thesis:

Thesis Jon Peider Denoth (2015/16) Kurzbeschrieb

Praktikumsbetrieb:
Krattiger Engineering AG, 8585 Happerswil
 
Begleitende Dozierende:
Fritz Maeder, Dozent für Holzbau
Ulrich Baierlipp, Professor für Architektur und Konstruktion
 
Das Resultat: Filigrane Holzkonstruktion
84 ein- und mehrbeinige Stützen, 84 Bogen-, Aufweitungs- und Aussichtsbuchtelemente sowie 4000 Holzbohlen wurden für den überwiegend aus Holz gefertigten Baumwipfelpfad benötigt. Die filigran geschwungene Holzkonstruktion in Ständerbauweise musste nur an besonders steilen Stellen aus statischen Gründen mit einzelnen Stahlkonstruktions-Stützen verstärkt werden. Der gesamte Weg ist beidseitig mit einem Geländer aus Stahl und hölzernem Handlauf gesichert.
 
Weitere Informationen:

www.baumwipfelpfad.ch

SRF Beitrag «Schweiz Aktuell» vom 8. Mai 2018


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