Chancengleichheit an der BFH-AHB

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist kein Frauenproblem (mehr), sondern ein gesellschaftliches, wirtschaftliches und politisches Thema mit Brisanz, konkreten Aufgaben und vielfältigen Chancen.  

 

 

...für alle Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden

Seit 2005 hat sich die Berner Fachhochschule mit der Inkraftsetzung ihres Gleichstellungsreglements verpflichtet, allen Männern und Frauen, die an der BFH studieren oder arbeiten, die gleichen Chancen zu bieten. Zu den Hauptaufgaben gehören etwa die Schaffung von ausgeglichenen Geschlechterverhältnissen auf allen Stufen und in allen Gremien, eine Personalpolitik mit individuellen Aufstiegsmöglichkeiten oder die Bereitstellung attraktiver Bedingungen zur Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familienleben. Ein paar Zahlen zur Situation am Departement AHB: Zur Zeit sind 33 % unserer Mitarbeitenden Frauen; bei den Dozierenden sind die Frauen mit gut 12% vertreten. 2013 waren von den insgesamt 636 Studierenden in den Studiengängen Architektur, Holz und Bau 16 % Frauen. Im gleichen Zeitraum arbeiteten in den Bereichen Master, Forschung und Weiterbildung 90 Männer und 47 Frauen. Das Baudepartement der Berner Fachhochschule ist also längst keine reine Männerdomäne mehr – noch gibt es aber viel zu tun. Wir bleiben dran - mit gezielter Information, Weiterbildung, Vernetzung und nützlichen Services!

Für die Branchen unseres Departements – Architektur, Holz und Bau – bringt das Thema Gleichstellung Raum für inhaltliche Aktualisierungen und für die Kommunikation in den Betrieben. Traditionelle Rollenbilder haben ihre Berechtigung und sind oft nützlich, verstellen aber zuweilen den Blick auf veränderte Realitäten. So leiden z.B. viele technische Branchen seit Jahren unter einem akuten Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften - Frauen und Männern. Dass in der Bau- und Holzbranche die Frauen ein noch wenig profiliertes Bevölkerungssegment darstellen, ist bekannt. Oft fehlen aber zu einer wirksamen und nachhaltigen Veränderung der Situation das nötige Genderwissen, die weiblichen Vorbilder oder genügend funktionierende Netzwerke. Konkrete Förderungsprojekte sollen hier Abhilfe schaffen. Dazu gehören einerseits praktische Hinweise zur Umsetzung betrieblicher Innovationen, Förderprojekte zur gezielten Akquise des weiblichen Nachwuchses oder breitgefächerte Vernetzungsanlässe für Studentinnen und Berufsfrauen aller Generationen. Die abgeschlossenen und laufenden Projekte sind Teil des Bundesprogramms Chancengleichheit an den Fachhochschulen. Nachfolgend eine Auswahl von Aktivitäten:

Silviasilvio ist ein 2007 abgeschlossenes Projekt zur Förderung der Chancengleichheit in der Wald- und Holzbranche. Die schweizerische Wald- und Holzbranche ist eine traditionelle, weitgehend männlich geprägte Branche. Das vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann finanzierte Projekt Silviasilvio unterstützte Führungskräfte dieser Branchen sich mit Fragen der Chancengleichheit auseinanderzusetzen. Ein Faltblatt und eine Webseite mit Tipps und Checklisten luden ein, die alltäglichen Aufgaben anders anzugehen.

Der erfolgreichste Weg, den Frauenanteil in der Forstbranche zu er- höhen führt über Vor- bilder (Foto Mario Tabozzi) 

Technikschnuppertag für Schülerinnen und Schüler (laufend): Wie gestaltet sich der Berufsalltag einer Bauingenieurin? Wie werde ich Maschinentechnikerin? Muss ich gut in Mathe sein, um Holzingenieurin zu werden? Ein bis zweimal im Jahr haben Kantonsschülerinnen im Alter von 14 Jahren die Gelegenheit an der Berner Fachhochschule während einesTages unter kundiger Leitung in technischen Ateliers zu schnuppern. Die beiden technischen Departemente Architektur, Holz und Bau (AHB) sowie Technik und Informatik (TI) ermuntern mit diesem praktischen Angebot junge Mànner und Frauen vermehrt einen technischen Beruf ins Auge zu fassen.

Internationales Branchenseminar für Frauen des Holzbaus und Innenausbaus in Meran, Italien (laufend): Von der Exotin zur bekannten Plattform: Seit 2003 organisiert die BFH-AHB gemeinsam mit der Fachhochschule Rosenheim (D) diese internationale, praxisorientierte Weiterbildungsveranstaltung. Zwischen 150 und 200 Fachfrauen der Bau- und Holzbranche aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien treffen sich in Meran Geschäftsführerinnen, Architektinnen, Ingenieurinnen, Unternehmerinnen und Studentinnen zum fachlichen Austausch und gesellschaftlichen Networking

 http://www.forum-holzbau.com/ibf/ibf_index.html 

 

Das Kurhaus Meran,
stilvoller Tagungsort

Mittlerweile finden jähr- lich jeweils bereits über 150 Fachfrauen aus der Bau- und Holzbranche den Weg nach Meran 

Gendertalks (laufend): Gendertalks sind Gespräche, Vorträge, Workshops oder andere Veranstaltungen, welche die Rollen von Männern und Frauen in verschiedenen Berufen und Arbeitswelten unter die Lupe nehmen. Die Gleichstellungskommission der Berner Fachhochschule richtet sich mit dieser Veranstaltungsreihe an Dozierende und Studierende aller Departemente und Studiengänge sowie an weitere Interessierte.

Zukunftstag (laufend): Seit vielen Jahren nimmt das Departement BFH-AHB mit einem eigenen Programm am nationalen Zukunftstag teil. In moderierten Workshops, praktischen Arbeiten und persönlichen Gesprächen können die jungen Besucherinnen und Besucher die Berufswelt ihrer Väter, Mütter oder weiterer Freunde und Verwandte hautnah kennen lernen.

 www.nationalerzukunftstag.ch 

 

 Frauenplausch (laufend): Arbeit ist nur ein Teil des Lebens. Die Frauen, die an der BFH in Biel arbeiten, haben auch in der Freizeit so manches Süppchen gemeinsam zu kochen. Also treffen sie sich in regelmässigen Abständen, um über das Leben im Allgemeinen und im Besonderen zu plauschen. Dass es da weniger um die Arbeit, als vielmehr um Hobbies, Kinder, Umwelt sowie Koch- und andere Freizeitrezepte geht, ist verständlich; schliesslich ist es Feierabend und meist ist der Treffpunkt auch fern der Schule.

Kontakt: Christiane Rehm: christiane.rehm(at)bfh.ch 

Beratung: Familie und Beruf verbinden – aber wie? Die BFH bietet ihren Angehörigen eine beschränkte Anzahl Krippenplätze an. Interessierte Studierende und Mitarbeitende finden die Unterlagen auf der SharePoint-Plattform der Gleichstellung. Die Preise sind einkommensabhängig und richten sich nach den kantonalen Tarifen gemäss der Verordnung über die Angebote der sozialen Integration (ASIV) des Kantons Bern. Die Anmeldung für einen Krippenplatz muss schriftlich an die Gleichstellungsbeauftragte der BFH erfolgen.
Direkter Kontakt: Myriam Angehrn, Tel.: +41 31 848 33 35; E-Mail: myriam.angehrn(at)bfh.ch

Information: Sprache ist unser wichtigstes Kommunikationsmittel. Sprache übermittelt nicht nur Inhalte und Botschaften, sondern prägt auch Identitäten und Welten. Im Zeitalter der individuellen Kunden- und Kundinnenorientierung ist es klar, dass wir nur mit geschlechtergerechten Briefen und Mails, Werbetexten und Flyern, Studienführern und Weiterbildungsbroschüren Erfolg haben. Der Leitfaden für die sprachliche Gleichstellung der Berner Fachhochschule „Ich Barbie – Du Ken?“ hilft hier mit kurzen, nützlichen Tipps weiter.
http://www.bfh.ch/bfh/chancengleichheit.html

http://www.bfh.ch/bfh/leitung_organisation/kommissionen/chanchengleicheit.html (Gleichstellungskommission der Berner Fachhochschule)
www.ebg.admin.ch/index.html  (Eidgenössisches Büro für Gleichstellung) 
www.equality.ch  (Linksammlung)
www.femdat.ch  (Expertinnendatenbank)
www.lares.ch  (Frauen setzen Zeichen bei Bau und Planung)
www.fia-stv.ch (Fachgruppe Ingenieurinnen und Architektinnen des stv)
www.ffu.ch  (Fachfrauen Umwelt)
www.svin.ch  (Schweizerische Vereinigung der Ingenieurinnen)
www.kidsinfo.ch  (Mädchen und Technik)

 

 

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Kontakt Gleichstellungsbeauftragte
Katrin Künzi
T +41 32 344 03 22
E-Mail katrin.kuenzihummel(at)bfh.ch