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Fragen und Antworten zu Bologna


Aufgerüstet – ausgerüstet – wirtschaftsfähig!

Seit den 1990er-Jahren zielen internationale, namentlich europäische Reformen darauf ab, die Mobilität der Studierenden und die Zusammenarbeit zwischen den Ausbildungsinstitutionen nachhaltig zu fördern. Auf europäischem Parkett hat sich die Schweiz 1999 am europäischen Bildungsministertreffen von Bologna mit 29 anderen europäischen Staaten verpflichtet, die Ziele der Bolognadeklaration umzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die wesentlichen Ziele der Bologna-Reform?

Ein wettbewerbsfähiger und dynamischer Hochschul- und Forschungsraum in Europa: Das ist das Ziel der Bologna-Reform. Die Reform setzt auf ein zweistufiges Studiensystem mit Bachelor- und Masterabschlüssen. Ein modulares Leistungspunktesystem – das European Credit Transfer System (ECTS) – soll die Transparenz, Vergleichbarkeit und Mobilität auf europäischem Niveau fördern.

 

Wie ist die Reform in das Schweizerische Bildungswesen eingebettet?

Die Bologna-Reform definiert ein mehrstufiges europaweit standardisiertes Studienmodell. Federführend für die Projektorganisation an den Schweizer Fachhochschulen ist die Konferenz der Fachhochschulen (KFH). Wie sämtliche Schweizer Hochschulen setzt die Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau die Reform um.

 

Was sind ECTS-Credits?

Die Studienleistungen werden nach dem European Credit Transfer System (ECTS) bewertet und sind europakompatibel. Das Punktesystem ermöglicht auf europäischem Niveau einen transparenten und einheitlichen Überblick über die Studienleistungen. Ein Credit entspricht einem studentischen Arbeitsaufwand von rund 30 Stunden. Ein Studienjahr wird mit 60 Credits veranschlagt (1800 Arbeitsstunden). Ein Bachelorabschluss benötigt mindestens 180 Credits, ein Masterabschluss 90 bis 120 Credits.

 

Keine Noten mehr, dafür Credits?

Zusätzlich zu den Credits sind Leistungsnachweise pro Modul oder Seminar zu leisten. Diese werden in Bewertungen A, B, C usw. oder Noten 6, 5, 4,…. usw. ausgewiesen.

 

Was nützt mir Bologna im Ausland?

Das Ausbildungskonzept ermöglicht im In- und Ausland eine durchgängige Karriereplanung: von der Berufslehre mit Berufs- oder gymnasialer Maturität bis hin zu leitenden Stellen in der Wirtschaft, im öffentlichen Dienst oder in der Forschung und Entwicklung. Im Falle eines Hochschulwechsels erleichtern die Credits die Beurteilung der bisher erbrachten Studienleistungen und ermöglichen eine transparente Einordnung an der neuen Hochschule.

Die Bologna-Reform unterstützt mit dem Erasmus- und Da-Vinci-Programm zudem den internationalen Austausch von Studierenden und ermöglicht Praktika im Ausland. Studierende, die sich für einen Austausch oder ein Auslandpraktikum interessieren, richten sich bitte an das

Schulsekretariat des Departements Architektur, Holz und Bau oder schreiben ein E-Mail an .

 

Wie lange ist es noch möglich, an einer Fachhochschule einen Diplomlehrgang abzuschliessen?

Die letzten Studierenden mit einem FH-Diplom haben am Departement Architektur, Holz und Bau der Berner Fachhochschule 2009 abgeschlossen. Ab 2009 gibt es nur noch Bachelor- und Masterabschlüsse – sowie Master of Advanced Studies MAS, Diploma of Advanced Studies DAS, Certificates of Advanced Studies CAS.

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Ist PhD und Dr. das gleiche?

Ja. PhD ist die englische Übersetzung von Dr. Ausnahme von der Regel ist der Medizin-PhD.

 

Wer entscheidet über die Anerkennung von Diplomen und Abschlüssen?

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT entscheidet über die Zulassung von Studiengängen an den Schweizer Universitäten und Fachhochschulen. Alle Studiengänge der Berner Fachhochschule wurden vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT genehmigt. Die Berufstitel sind gesetzlich geschützt und international anerkannt.

Ausbildung

Bachelor und Master

Bachelorstudiengänge sind gemäss Fachhochschulgesetz berufsqualifizierend. Sie lösen das bisherige Fachhochschuldiplom ab. Sie führen frühestens nach einer Studienleistung von sechs Semestern zum Abschluss.

Masterstudiengänge vermitteln, basierend auf einem Bachelorstudium, zusätzliches vertieftes und spezialisiertes Wissen. Sie können frühestens nach einer Studienleistung von anderthalb Jahren abgeschlossen werden. Die Zulassung zum Fachhochschulstudium auf der Masterstufe setzt ein Bachelordiplom oder einen gleichwertigen Hochschulabschluss voraus.

 

Was ist ein konsekutiver Master?

Konsekutive Masterstudien basieren auf einem artverwandten Bachelorabschluss. Der konsekutive Master ist im Gegensatz zum exekutiven Master of Advanced Studies MAS eine berufsqualifizierende Ausbildung. Master of Arts MA, Master of Engineering MEng, Master of Science MSci unterscheiden sich in ihrer Struktur grundsätzlich von den „Weiterbildungsmastern“, den Master of Advanced Studies MAS.

Bachelor of Arts/Bachelor of Science

Der Bachelorabschluss ist eidgenössisch anerkannt und gesetzlich geschützt. Mit dem Inkrafttreten der bilateralen Verträge (1. Juni 2002) wurde den Absolventinnen und Absolventen einer Fachhochschule der Zugang zu den in der EU reglementierten Berufen im Grundsatz ermöglicht.

Der Bachelor ist ein Hochschulabschluss und berechtigt grundsätzlich zum Eintritt in entsprechende weiterführende Studiengänge der Fachhochschulen, der universitären Hochschulen, der Eidgenössischen Technischen Hochschule und der Pädagogischen Hochschulen. Er ermöglicht ausserdem den Zugang zu Studiengängen im Ausland. Die aufnehmende Institution legt die Aufnahmebedingungen fest. Die Bachelorabschlüsse der Fachhochschulen sind in der Regel berufsbefähigend. Der Bachelorabschluss entspricht im Baubereich den früheren Abschlüssen als Dipl. Ing. FH, Dipl. Architekt/-in FH, Dipl. Ing. HTL.

 

Master of Arts/Master of Engineering/Master of Science

Die konsekutiven Masterabschlüsse (Master of Arts, Master of Engineering, Master of Science) sind eidgenössisch anerkannt und gesetzlich geschützt. Sie unterscheiden sich von den exekutiven Masterabschlüssen (Master of Advanced Studies MAS).

Aufbauend auf den Bachelorstudiengängen bietet die Berner Fachhochschule konsekutive Masterstudiengänge an, welche zwischen drei und vier Semestern dauern. Die Masterstudiengänge können in Voll- und Teilzeit besucht werden. Bei einem Teilzeitpensum verlängert sich die Studiendauer dementsprechend. Das Masterstudium richtet sich an überdurchschnittlich qualifizierte Bachelorabsolventinnen und -absolventen sowie an Persönlichkeiten mit einer gleichwertigen Ausbildung.

Masterstudiengänge vermitteln vertieftes und spezialisiertes Wissen und führen die Studierenden zu einer höheren Qualifikation. Sie befähigen zu Forschungsaufgaben und höheren Kaderfunktionen. Der konsekutive Masterabschluss schliesst die Möglichkeit zur Doktorarbeit in enger Zusammenarbeit mit einer Universität ein.

Weiterbildung

Master of Advanced Studies MAS

Die Weiterbildungsstudiengänge Master of Advanced Studies (MAS) und Executive Master of Advanced Studies (EMAS) ersetzen die bisherigen Nachdiplomstudiengänge (NDS). Sie vermitteln spezialisierende beziehungsweise generalisierende Kompetenzen und aktualisieren den fachlichen Wissensstand. Sie setzen einen berufsqualifizierenden Hochschulabschluss und Berufserfahrung voraus. Die Zielsetzung liegt im Verbreitern, Vertiefen oder Erneuern von Fähigkeiten und Kenntnissen. Das Studium ist in stärkerem Masse interdisziplinär angelegt.

Ein MAS erfordert 60 Credits nach dem European Credit Transfer System (ECTS) und dauert berufsbegleitend vier bis fünf Semester.

 

Diploma of Advanced Studies DAS

Das Diploma of Advanced Studies richtet sich an Hochschulabsolventinnen und -absolventen; ein DAS schliesst mit einem Diplom ab.

Das DAS ist nach den Richtlinien der Eidgenössischen Fachhochschulkommission aufgebaut.

Ein DAS erfordert mindestens 30 Credits nach dem European Credit Transfer System (ECTS) und dauert zwei bis vier Semester berufsbegleitend.

 

Certificate of Advanced Studies CAS

Das Certificate of Advanced Studies richtet sich an Hochschulabsolventinnen und -absolventen; ein CAS schliesst mit einem Zertifikat ab. Das CAS ersetzt die Nachdiplomkurse und ist nach den Richtlinien der Eidgenössischen Fachhochschulkommission aufgebaut.

Ein CAS erfordert meistens 10 Credits nach dem European Credit Transfer System (ECTS) und dauert ein bis zwei Semester berufsbegleitend.