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Technikschnuppertag: Rund 60 Berner Schülerinnen und Schülerbesuchen besuchen den Technikschnuppertag der Berner Fachhochschule


Mit praktischer Atelierarbeit den Beruf der Architektin und des Architekten kennenlernen.

Die technischen Berufe in der Schweiz kämpfen mit einem Nachwuchsproblem: Zu wenige junge Leute wollen Ingenieur oder Technikerin werden. Da setzt das Projekt «Technikschnuppertag» der Berner Fachhochschule BFH an. Am 31. März 2010 lädt sie Volksschülerinnen aus Muri und Heimberg ein, in den Studiengängen Architektur, Bauingenieurwesen, Maschinentechnik und Elektrotechnik zu schnuppern. Durchgeführt wird der Nachwuchstag von Fachleuten der beiden technischen Departemente der BFH.

Einen Tag lang erhalten die 14-jährigen Besucherinnen und Besucher Einblick in die Arbeitswelt von Architekten, Bauingenieurinnen, Elektrotechnikern und Maschinenbauingenieurinnen. In verschiedenen Ateliers planen sie unter kundiger Leitung einen Stadtteil, programmieren und bauen Roboter mit beweglichen Achsen oder treffen Massnahmen zum Hochwasserschutz.

 

Berufswahl konkret anpacken

Jürg Winzenried, Reallehrer an der Oberstufe Heimberg, hat die Rolle des Brückenbauers zwischen der Berner Fachhochschule und den beiden Oberstufenschulen Seidenberg in Gümligen und Heimberg übernommen. In engagierter Teamarbeit mit seinen Lehrerkolleginnen und -kollegen vermittelte er den Schülerinnen und Schülern das breite Spektrum an technischen Berufen, die an der Fachhochschule angeboten werden. Mit diesem engen Coaching durch die Lehrpersonen ist der Schnuppertag mehr als ein schulfreier „Basteltag“. Ob die Schülerinnen und Schüler nach der regulären Schulzeit tatsächlich eine technische Berufslehre und später ein technisches Studium an einer Fachhochschule ergreifen werden, ist damit (noch) nicht garantiert. Aber der Weg zum Elektroingenieur, zur Bauingenieurin zum Architekten und zur Maschineningenieurin ist zumindest konkret aufgezeichnet: Die intensive praktische, dabei aber immer auch spielerische Arbeit des Technikschnuppertags bleibt den jungen Besucherinnen und Besuchern in Erinnerung und wird vielleicht für die eine oder den anderen sogar einmal zur Realität.

 

Mädchen und Knaben sind angesprochen

In den vergangenen zehn Jahren hat die Berner Fachhochschule den Technikschnuppertag unter das Motto der Frauenförderung in klassischen Männerbranchen gestellt und ausschliesslich Schülerinnen eingeladen. Tatsächlich ist es immer noch so, dass mit Ausnahme des Architekturstudiums technische Berufe immer noch als typische «Männerdomänen» gelten. Im Departement Architektur, Holz und Bau der BFH betrug der Anteil der Frauen, die im Herbst 2010 ihr Architekturstudium begannen, gut 30 Prozent; im Bauingenieurwesen rund 16 Prozent. Im gleichen Jahr nahmen fünf Prozent Frauen im Departement Technik und Informatik das Studium zur Elektrotechnikerin auf, nur knapp zwei Prozent Maschinentechnik.

Trotz dieser aus Gleichstellungssicht noch unbefriedigenden Zahlen richtet sich der Technikschnuppertag der BFH dieses Jahr erstmals an Mädchen und Knaben. Der Ingenieurmangel in der Schweiz ist derart gross, dass die Wege zu diesen Berufen über die Geschlechtergrenzen hinweg geöffnet werden müssen. Das Lernen in gemischten Gruppen zeigt den Knaben, dass technische Berufe auch etwas für Mädchen sind, und den Mädchen einen Teil ihrer späteren Berufsrealität.

Download Medienmitteilung

Weitere Auskünfte erteilt:

Berner Fachhochschule

Architektur, Holz und Bau

Dr. Katrin Künzi Hummel

Solothurnstrasse 102

Postfach

CH-2500 Biel 6

Telefon: +41 32 344 03 22

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