Welche Geschichte steckt in unserem Schulhaus? Was bedeutet die Skulptur auf unserem Schulhausplatz? Diese und andere Fragen zu ihrem Schulhaus stellen sich verschiedene Schulklassen der Schweiz ab Sommer 2010. Die Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau (BFH-AHB) will mit dem Wettbewerb auf die Berufsfelder des Architekten, Bau- und Holzingenieurs aufmerksam machen. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Schulumfeld, dem Gebäude, den persönlichen Bedürfnissen und der Infrastruktur soll den Schulklassen einen Einblick in die Praxis dieser Berufe ermöglichen. Ausserdem können die Schülerinnen und Schüler den Architekten- und Ingenieurberuf auf spielerisch-kreative Art kennenlernen. Um vermehrt Frauen für technische Ausbildungen zu motivieren, hat der Wettbewerb auch zum Ziel, eine Barriere zu durchbrechen und künftigen Ingenieurinnen und Architektinnen den Weg in einen äusserst vielseitigen Beruf zu bahnen. Ausserdem wird mit dieser Aktion die Zusammenarbeit zwischen der Sekundär- und Tertiärstufe gefördert.
Beim Ausarbeiten der Projekte sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Klassen bestimmen selbst, welche Aspekte ihnen wichtig sind und sie konkreter ausarbeiten möchten. Anhand baulichen, historischen und/oder sozialen Argumenten und Bedürfnissen erarbeiten sie im Rahmen des Schulunterrichts ihre Visionen.
Die Anmeldephase für den Wettbewerb beginnt in diesen Tagen. Von August bis November werden die Schulklassen ihre Ideen ausarbeiten und umsetzen. Ende November finden in Biel und Burgdorf an der BFH-AHB öffentliche Ausstellungen statt.
Die Jury wird die Schüler-Projekte anhand der eingegangenen Modelle bewerten. Jurymitglieder sind: Jürg Saager (Hochbauamt, Biel), Victorine Müller (Künstlerin, Zürich), Jean-Blaise Roulet (Vizedirektor Bundesamt für Berufsbildung und Technologie, Bern), Walter Schaufelberger (B+S AG, Bern), Rolf Manser (BAFU, Bern) und Thomas Pulver (Architekt, Zürich).